Farben auf dem Tisch kombinieren: So gelingt Mix & Match mit Geschirr und Accessoires
Ein schön gedeckter Tisch muss nicht aus einem vollständig einheitlichen Service bestehen. Unterschiedliche Tassen, Schalen, Gläser und Accessoires können gerade deshalb gut zusammenpassen, weil sie nicht identisch sind. Entscheidend ist, dass sich Farben, Formen oder Materialien an mehreren Stellen wiederholen und der Tisch eine erkennbare Grundidee erhält.
Mix & Match bedeutet daher nicht, möglichst viele Muster und Farben gleichzeitig zu verwenden. Es geht darum, vorhandenes Geschirr bewusst zu ergänzen und verschiedene Stücke so miteinander zu verbinden, dass ein persönliches, aber geordnetes Gesamtbild entsteht. In diesem Ratgeber erfährst du, wie du buntes Geschirr kombinierst, welche Farbkombinationen sich eignen und wie Accessoires dem gedeckten Tisch Zusammenhalt geben.
Was bedeutet Mix & Match bei Geschirr?
Beim Mix & Match werden Geschirrstücke aus unterschiedlichen Serien, Farben oder Materialien gemeinsam verwendet. Das kann sehr zurückhaltend geschehen – etwa mit weissen Tellern und einzelnen farbigen Gläsern – oder deutlich lebendiger, indem Tassen mit verschiedenen Dekoren rund um den Tisch verteilt werden.
Du brauchst dafür kein komplett neues Geschirrset. Häufig reicht ein Ausgangsstück, dessen Farben du mit vorhandenen Tellern, Servietten, Gläsern oder Untersetzern aufgreifst. So lässt sich eine bestehende Ausstattung schrittweise erweitern, ohne dass jedes Teil aus derselben Kollektion stammen muss.
Die wichtigste Regel: Eine Verbindung schaffen
Damit unterschiedliche Produkte zusammengehören, benötigen sie mindestens ein gemeinsames Merkmal. Das kann eine Farbe, ein Material, eine Form oder ein wiederkehrendes Muster sein. Je unterschiedlicher die einzelnen Stücke gestaltet sind, desto wichtiger ist diese Verbindung.
- Gemeinsame Farbe: Ein Grün aus einer Tasse erscheint erneut im Glas, Untersetzer oder in der Serviette.
- Gemeinsames Material: Mehrere Stücke aus Porzellan oder farbigem Glas schaffen eine ruhige Linie.
- Ähnliche Form: Unterschiedliche Dekore lassen sich leichter kombinieren, wenn die Tassen oder Schalen dieselbe Silhouette besitzen.
- Wiederkehrendes Muster: Streifen, Kreise oder geometrische Flächen können verschiedene Produkte optisch miteinander verbinden.
Ein gutes Beispiel sind die farbenfrohen Tassen und Espressotassen von REMEMBER. Die Dekore unterscheiden sich, greifen aber ähnliche Farbtöne und eine klare grafische Gestaltung auf. Dadurch lassen sich einzelne Modelle gemeinsam verwenden, ohne beliebig zusammengestellt auszusehen.
1. Mit einem Ausgangsstück beginnen
Wähle zuerst das Produkt, das den Charakter des Tisches bestimmen soll. Das kann eine gemusterte Tasse, eine farbige Karaffe, ein Tablett oder ein Schalenset sein. Dieses Stück dient als Ausgangspunkt für alle weiteren Entscheidungen.
Das Tablett Lorenzo enthält beispielsweise Gelb, Salbeigrün, Dunkelgrün, Apricot, Bordeaux, Orange, Rosé und Dunkelblau. Statt alle diese Farben nochmals einzusetzen, kannst du zwei davon auswählen und bei Gläsern, Servietten oder Blumen wiederholen. Das Tablett bleibt der gestalterische Schwerpunkt, während die übrigen Elemente ruhiger ausfallen.
Dasselbe Prinzip funktioniert mit dem Schalenset mit Holztablett. Die farbigen Porzellanschalen bringen bereits Abwechslung auf den Tisch. Das Holztablett bildet dazu eine natürliche, ruhige Basis. Weitere stark gemusterte Servierteile sind dann meist nicht nötig.
2. Eine begrenzte Farbpalette festlegen
Für einen klar gestalteten Tisch genügt häufig eine neutrale Grundfarbe und zwei bis drei Akzentfarben. Als Basis eignen sich Weiss, Beige, Grau, Naturholz oder eine ruhige Tischoberfläche. Die Akzentfarben können anschliessend aus einem gemusterten Produkt übernommen werden.
Eine einfache Vorgehensweise:
- Bestimme eine ruhige Grundfarbe für Teller, Tischdecke oder Tischfläche.
- Wähle eine Hauptfarbe, die auf dem Tisch deutlich erkennbar sein soll.
- Ergänze höchstens ein bis zwei weitere Farbtöne aus derselben Farbwelt oder aus dem Ausgangsprodukt.
- Wiederhole jede Akzentfarbe an mindestens einer weiteren Stelle.
Die Tasse Havanna verbindet unter anderem Grün, Gelb, Rosa, Rot, Orange und Dunkelblau. Für einen frischen Frühstückstisch könntest du Grün und Gelb auswählen und diese bei Servietten oder Blumen aufnehmen. Die übrigen Farben bleiben Teil des Musters, müssen aber nicht alle nochmals auf dem Tisch erscheinen.
3. Warme und kühle Farben bewusst einsetzen
Warme Farben wie Gelb, Orange, Rot und Rosé ergeben eine lebendige, einladende Tischgestaltung. Blau, Türkis und viele Grüntöne schaffen dagegen eine kühlere, zurückhaltendere Richtung. Beide Farbwelten können einzeln verwendet oder gezielt miteinander verbunden werden.
Warme Farbkombinationen
Für eine warme Farbwelt eignen sich beispielsweise Orange, Gelb und Rot zusammen mit Holz, Beige oder warmem Weiss. Die Variante Amber der Glasschälchen im 2er-Set verbindet Gelb-Grün, Orange und Hellblau. In Kombination mit Naturholz und einer orangefarbenen oder gelben Serviette entsteht eine deutliche Verbindung, ohne dass zusätzlich viele Muster nötig sind.
Auch die Glaskaraffe Amber und die passenden Gläser Amber eignen sich als gemeinsamer Farbakzent. Da das Borosilikatglas transparent bleibt, bringt es Farbe auf den Tisch, ohne eine grosse, vollständig geschlossene Farbfläche zu bilden.
Kühle Farbkombinationen
Für eine kühlere Gestaltung kannst du Blau, Grün und Türkis mit Weiss, hellem Grau oder einer hellen Holzfläche kombinieren. Die Glaskaraffe Ocean und die Variante Ocean der Glasschälchen greifen diese Farbrichtung auf. Einzelne gelbe oder roséfarbene Details können als kleiner Kontrast hinzukommen, sollten aber nicht mit weiteren kräftigen Farben konkurrieren.
Warme und kühle Töne verbinden
Ein Tisch muss nicht vollständig warm oder kühl gestaltet sein. Eine gemeinsame Mittelfarbe kann beide Richtungen zusammenführen. Grün lässt sich beispielsweise mit Blau und Türkis ebenso verbinden wie mit Gelb und Orange. Wichtig ist, dass eine Farbgruppe dominiert und die andere nur gezielt ergänzt.
4. Verschiedene Muster kombinieren, ohne Unruhe zu erzeugen
Mehrere Muster können zusammenpassen, wenn sie eine gemeinsame Farbe besitzen oder sich in ihrer Grösse deutlich unterscheiden. Zwei gleich starke, grossflächige Muster konkurrieren dagegen schnell um Aufmerksamkeit.
Für den Alltag helfen diese Grundsätze:
- Verwende ein auffälliges Muster als Schwerpunkt.
- Ergänze es mit einfarbigen oder transparenten Flächen.
- Kombiniere verschiedene Dekore bevorzugt bei gleichartigen Produkten, etwa Tassen derselben Form.
- Stelle gemusterte Stücke nicht alle direkt nebeneinander, sondern verteile sie über den Tisch.
- Lass freie Flächen zwischen farbigen Gruppen.
Die Tasse Havanna und die Tasse Lorenzo zeigen beide mehrfarbige Streifen, jedoch in unterschiedlicher Ausrichtung und Gewichtung. Du kannst die beiden Modelle abwechselnd um den Tisch verteilen und dazu neutrales Geschirr verwenden. Die verwandte Farbpalette verbindet die Tassen, während die unterschiedlichen Streifen Abwechslung schaffen.
Für eine Kaffeerunde lassen sich auch verschiedene Espressotassen und Espressotassen-Sets mischen. Havanna und Lorenzo setzen auf Streifen, Solena auf geometrische Flächen und Sushi auf ein florales Dekor. Wenn du mehrere Designs kombinierst, sollten Tischdecke, Teller und weitere Accessoires ruhig bleiben. Mehr über das gemeinsame Material der REMEMBER-Modelle erfährst du im Ratgeber zu Fine Bone China Porzellan.
5. Materialien als Ausgleich nutzen
Mix & Match betrifft nicht nur Farben. Porzellan, Glas, Holz und Melamin besitzen unterschiedliche Oberflächen und können eine Tischgestaltung strukturieren. Glänzendes oder transparentes Glas lockert farbige Porzellanflächen auf, während Holz Wärme und Ruhe ergänzt.
- Porzellan und Glas: Eine klare Kombination für Frühstück, Kaffee und Dinner.
- Porzellan und Holz: Farbige Schalen erhalten durch ein Holztablett einen ruhigen Rahmen.
- Glas und Melamin: Transparente Gläser können ein gemustertes Tablett ergänzen, ohne dessen Farben zu verdecken.
- Farbige Produkte und Textilien: Einfarbige Servietten oder Tischläufer wiederholen ausgewählte Töne und verbinden die einzelnen Plätze.
Du musst nicht jedes Material mehrfach verwenden. Es genügt, wenn die Aufteilung nachvollziehbar bleibt: Porzellan für Speisen, Glas für Getränke und Holz oder Melamin als tragende Fläche. So erhält jedes Material eine klare Aufgabe.
Drei konkrete Mix-&-Match-Ideen für deinen Tisch
Frühstück in Grün, Gelb und warmen Naturtönen
Beginne mit einer hellen Holzfläche oder einer beigen Tischdecke. Kombiniere die Müslischale Havanna mit der Tasse Havanna oder Lorenzo. Wähle aus den Mustern Grün und Gelb als wiederkehrende Akzentfarben und greife sie bei Servietten oder einer kleinen Blumenvase nochmals auf. Klares Besteck und ungemusterte Teller halten die Gestaltung offen.
Kaffeerunde mit unterschiedlichen Espressotassen
Verteile zwei oder drei REMEMBER-Dekore abwechselnd um den Tisch. Verwende beispielsweise das gestreifte Espressotassen-Set Havanna, das geometrische Espressotassen-Set Solena und das florale Espressotassen-Set Sushi. Die ähnliche Form schafft Zusammenhalt. Wähle anschliessend eine Farbe, die in mehreren Tassen vorkommt – etwa Gelb, Grün oder Rosa – und wiederhole nur diese bei den Servietten.
Farbenfroher Apéro mit ruhiger Basis
Nutze das Schalenset mit Holztablett als Zentrum und verteile die gefüllten Schalen kompakt darauf. Ergänze transparente oder leicht getönte Gläser und wähle aus dem Untersetzer-Set Ronda nur diejenigen Designs aus, die zwei Farben des Schalensets aufnehmen. Weitere Tipps zur praktischen Anordnung von Speisen und Getränken findest du im Ratgeber Apéro stilvoll anrichten.
Geschirr je nach Jahreszeit neu kombinieren
Ein bestehendes Geschirr lässt sich mit wenigen austauschbaren Elementen an die Jahreszeit anpassen. Dafür brauchst du nicht für jede Saison ein neues Service. Servietten, Blumen, Kerzen, Untersetzer oder eine einzelne Schale verändern die Farbrichtung bereits deutlich.
- Frühling: Hellgrün, Gelb, Rosé und viel Weiss.
- Sommer: Türkis, Blau, Grün und klare Glasflächen.
- Herbst: Orange, Bordeaux, warmes Gelb und Naturholz.
- Winter: Dunkelblau, Grün, Rot und ruhige neutrale Flächen.
Die Jahreszeit muss dabei nicht wörtlich dargestellt werden. Oft genügt es, zwei Farbtöne auszutauschen und vorhandene Stücke neu zusammenzustellen.
Fünf häufige Fehler beim Kombinieren von Geschirr
- Jede Farbe wird nochmals aufgegriffen: Ein mehrfarbiges Produkt benötigt nicht für jeden enthaltenen Ton ein passendes Accessoire. Zwei ausgewählte Akzentfarben reichen.
- Zu viele Blickfänge stehen nebeneinander: Ein gemustertes Tablett, ein buntes Schalenset und mehrere auffällige Untersetzer sollten nicht alle denselben Bereich dominieren.
- Die Tischfläche bleibt vollständig belegt: Freie Flächen trennen Gruppen und lassen Farben klarer hervortreten.
- Nur die Optik entscheidet: Gläser, Schalen und Besteck müssen gut erreichbar bleiben und zum servierten Essen passen.
- Das vorhandene Geschirr wird ignoriert: Beginne mit den Stücken, die du bereits besitzt, und ergänze gezielt einzelne Farben oder Funktionen.
Häufige Fragen zu Mix & Match auf dem Tisch
Kann man verschiedene Geschirrserien miteinander kombinieren?
Ja. Besonders einfach ist die Kombination, wenn die Serien eine gemeinsame Farbe, eine ähnliche Form oder dasselbe Material besitzen. Ein ruhiger Teller oder eine neutrale Tischfläche kann zusätzlich zwischen unterschiedlichen Dekoren vermitteln.
Wie viele Farben sollten auf einem gedeckten Tisch vorkommen?
Eine feste Höchstzahl gibt es nicht. Als gut kontrollierbarer Ausgangspunkt eignet sich eine neutrale Basis mit zwei bis drei Akzentfarben. Mehrfarbige Muster dürfen zusätzliche Töne enthalten, ohne dass alle davon bei weiteren Accessoires wiederholt werden müssen.
Müssen Gläser und Geschirr dieselbe Farbe haben?
Nein. Klare oder leicht getönte Gläser lassen sich mit fast jedem Geschirr verbinden. Bei farbigen Gläsern genügt es, wenn ein Farbton aus dem Geschirr aufgenommen wird oder beide Produkte derselben warmen beziehungsweise kühlen Farbrichtung folgen.
Kann man Streifen, Blumen und geometrische Muster mischen?
Ja, am besten bei kleineren, gleichartigen Produkten wie Tassen. Eine gemeinsame Farbpalette und ruhige Flächen im Umfeld verhindern, dass die Dekore miteinander konkurrieren. Bei grossen Servierplatten oder Tabletts sollte dagegen meist nur ein Muster dominieren.
Wie lässt sich buntes Geschirr zurückhaltend einsetzen?
Verwende farbiges Geschirr als einzelnen Akzent und kombiniere es mit weissen Tellern, transparentem Glas, Naturholz und einfarbigen Textilien. Schon eine gemusterte Tasse, eine farbige Karaffe oder wenige Untersetzer können dem Tisch einen klaren Charakter geben.
Fazit: Mix & Match braucht keine vollständige Geschirrserie
Ein stimmiger Tisch entsteht nicht dadurch, dass jedes Produkt identisch ist. Wichtiger sind eine erkennbare Farbpalette, wiederkehrende Details und ein ausgewogenes Verhältnis zwischen gemusterten und ruhigen Flächen. Beginne mit einem Ausgangsstück, wähle daraus wenige Akzentfarben und ergänze vorhandenes Geschirr gezielt.
So kannst du Tassen, Schalen, Gläser und Accessoires immer wieder neu kombinieren – passend zum Anlass, zur Jahreszeit und zu deinem persönlichen Stil. Weitere passende Stücke findest du in den Kollektionen Geschirr, Untersetzer & Sets sowie Küche & Tisch.